Der Karneval ist ein äußerst populäres Fest, welches der Fastenzeit vorausgeht.
Seine Hauptmerkmale sind: Verkleidungen, murgas (Gesangsgruppen), comparsas (Karnevalstruppen), cuartetos (Quartette), coros (Chöre), Karossen und Tanz. Bei all dem mischt sich die Phantasie mit der Ironie, wobei einige Dinge kritisiert und einige Wahrheiten aufgedeckt werden.
In Málaga hatte der Karneval immer einen großen Einfluss, bis zum Jahr 1932, als auf Grund der Arbeitslosigkeit und des Hungers nur zwei Tage Karneval gefeiert wurden. Die Stimmung war ungünstig für Feiern, und der Park sah desolat aus und stand im Widerspruch zu dem Trubel und der Lebendigkeit, die er in vorangehenden Jahren gezeigt hatte. 1935 verschwand der Karneval ganz, bis er 1980 wieder belebt wurde.
Das erste Festival der murgas und comparsas findet 1981 im Teatro Cervantes statt. Diese neue Etappe wird von der Organisation "Amigos de los Carnevales" ins Leben gerufen, die sich aus je einem Delegierten jeder einzelnen murga zusammensetzt.
Die Feiern ziehen sich über zehn Tage hin, rund um den Aschermittwoch, wenngleich man den Karneval in den Wochen davor schon spürt, mit Veranstaltungen wie die potajes und berzas (Eintopfessen), die von einigen Gruppen organisiert werden, und mit den Vorausscheidungen der Karneval-Gesangsgruppen. Am Freitag wird im Teatro Cervantes das große Finale der Gruppen gefeiert; am Samstag wird die Festrede ( pregón ) gehalten, und anschließend werden der "Gott Momo" und die "Göttin des Karnevals" gewählt, wonach ein pasacalles (Marsch) beginnt. Der Sonntag ist der Tag des Großen Karnevalsumzugs durch die wichtigsten Straßen des Zentrums. Von Montag bis Freitag wird der Karneval auf der Straße gefeiert, mit Auftritten der Gruppen auf den verschiedenen Bühnen, und am Samstag findet der Große Karnevalstanz statt, organisiert von der Fundación Ciudadana del Carnaval (Städtischen Karnevalsstiftung) und der Federación Malagueña de Peñas (Verband der Karnevalsvereine Málagas). Am Sonntag schließlich wird die "Gran Comitiva de Duelo und Entierro del Boquerón" (eine Art Trauerzug mit dem symbolischem Begräbnis einer Sardelle) begangen, mit einem Finale, das durch ein Feuerwerk am Strand geprägt ist.
|