den

29.

Dezember

Die Arbeitssuche in Spanien
Trotz ihres starken Rückgangs seit 1996 ist die Zahl der Arbeitslosen in Spanien noch immer die höchste innerhalb der EU. Es ist keine leichte Aufgabe hier Arbeit zu finden. Sie sollten daher neben dem EURES-Netz alle weiteren dafür zur Verfügung stehenden Möglichkeiten nutzen (Bekannte, Angehörige, die Presse, Informationszentren, Berufsverbände etc.), sowie eine große Menge an Kreativität und Vorstellungskraft einbringen.

Oficinas de Empleo - Arbeitsämter

Die staatlichen und regionalen Arbeitsvermittlungsdienste in Spanien verfügen über ein Netz von Vermittlungsstellen (Oficinas de Empleo), auf deren Dienste jede Arbeitnehmerkategorie Zugriff hat. Im Internet: http://www.inem.es

Die EU-Bürger genießen dabei dieselben Rechte wie die spanischen Staatsbürger. Nach der Vollendung des 16. Lebensjahres können Sie die Dienste dieser Arbeitsämter in Anspruch nehmen; Sie benötigen dafür lediglich Ihren Personalausweis oder gültigen Reisepass sowie einen festen Wohnsitz. Dort erhalten Sie kostenlos Auskunft über Stellenangebote,Arbeitsförderungsmassnahmen, Berufsbildungs-möglichkeiten, Abwicklung von Beihilfen und Arbeitslosenunterstützung etc.

Haben Sie sich einmal beim staatlichen Institut für Arbeitsvermittlung (Instituto Nacional de Empleo - INEM) angemeldet, müssen Sie innerhalb bestimmter Zeiträume Ihren Antrag erneuern sowie jedwede Veränderung Ihres persönlichen und beruflichen Profils der zuständigen Stelle mitteilen.
Die Adressen der Büros des INEM oder der entsprechenden regionalen Arbeitsvermittlungsstellen (der jeweiligen autonomen Region, in der die Stelle vermittelt werden soll) finden Sie im Telefonbuch oder im Internet  ( http://www.inem.es ). Es gibt Arbeitsämter oder "Oficinas de Empleo" in jeder Provinzhauptstadt sowie in vielen weiteren Städten Spaniens. Suchen Sie die entsprechende Vertretung in der Nähe Ihres Wohnsitzes auf. s Falls Sie Arbeitslosengeld oder -hilfe von Ihrem Heimatstaat aus erhalten, müssen Sie sich innerhalb einer Frist von sieben Tagen nach Ausreise aus Ihrem Heimatland bei dem Ihrem Wohnsitz entsprechenden Arbeitsamt melden.

EURES (Europäisches Arbeitsamt) ist ein eingerichtetes Kooperationsnetz zwischen der Europäischen Kommission, den staatlichen Arbeitsämtern der Mitgliedsstaaten, Norwegen und Island, sowie (in Grenzgebieten) der die Tarifpartner vertretenden Organisationen, das den Zugang zu Stellenangeboten ermöglicht. Es verfügt über eine Datenbank mit Stellenangeboten in allen 17 Staaten und eine weitere mit allgemeinen Informationen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in den genannten Ländern.

Es kann nützlich sein, das EURES-Netz von Ihrem Heimatland aus zu konsultieren. Informieren Sie sich beim staatlichen Institut für Arbeitsvermittlung. Sie werden dort Informationen über Stellenangebote in Spanien sowie weitere wissenswerte Daten erhalten, als Entscheidungshilfe und/oder um Ihren Umzug zu gestalten. Unter http://www.inem.es im Internet finden Sie die Adressen der spanischen EURES-Ratgeber und -Vertretungen. Unter http://europa.eu.int/jobs/eures erhalten Sie allgemeine Informationen zum EURES-Netz und unter http://www.eures-jobs.com können Sie Stellenangebote in Europa nachschlagen.

Zeitarbeitsfirmen

Zeitarbeitsfirmen sind private Unternehmen, die Arbeit auf Zeit anbieten, indem sie Arbeitnehmer einstellen und deren Dienste an andere Firmen weitervermitteln. Ihre Namen und Adressen finden Sie im Branchentelefonbuch unter der Rubrik "Empresas de Trabajo Temporal" (Zeitarbeitsfirmen), im Register des Ministeriums für Arbeit und Soziales.

Non-Profit-Arbeitsvermittlungsagenturen

Neben den öffentlichen "Oficinas de Empleo" können Sie auch in privaten Arbeitsvermittlungsagenturen Ihre Stellensuche registrieren lassen. In diesem Fall müssen Sie ein Entgelt für die geleisteten Dienste zahlen, dessen Höhe sich jedoch auf die angefallenen Unkosten begrenzt.
Informationen zu den Adressen dieser Agenturen erhalten Sie in Ihrem Arbeitsamt oder im Internet, auf den Webseiten des INEM unter der Rubrik "Otras Informaciones/Agencias de Colocación" (weitere Informationen/Arbeitsvermittlungsagenturen): http: www.inem.es

Die Medien: Presse, Radio und Fernsehen & Internet
In Spanien werden über hundert Tageszeitungen veröffentlicht. Die meisten der Provinzzeitungen haben keine hohen Auflagen, im Vergleich zur enormen Verbreitung der Tageszeitungen Madrids oder Barcelonas, deren Ausgaben sich in ganz Spanien und im Ausland verkaufen. Zu diesen wichtigen Tageszeitungen gehören "El País", "ABC", "El Mundo" in Madrid und "El Periódico" sowie "La Vanguardia" in Barcelona. Sie alle enthalten eine tägliche Rubrik mit Stellenangeboten, wobei jedoch die meisten Angebote in den Lokalausgaben zu finden sind.

Allerdings haben auch die regionalen und lokalen Zeitungen eine Anzeigenrubrik mit Stellenangeboten. Die Zeitungen in deutscher, englischer und französischer Sprache, die in den spanischen Haupttourismusgebieten herausgegeben werden, bieten ebenfalls eine Liste mit Stellenangeboten an, in denen gewöhnlich vor allem Fremdsprachenkenntnisse ein unerlässliches Kriterium für die Besetzung der hier angebotenen Stellen sind.

Weiterhin pflegt auch die internationale Presse Stellenangebote in Spanien zu veröffentlichen, wobei diese sich allerdings hauptsächlich an Führungspersonal, technische oder akademische Berufe richten.
Auch die in der EWR erhältlichen Fachzeitungen und -zeitschriften können brauchbare Informationen zur Arbeitsuche in Spanien enthalten, besonders dann, wenn sie eine spezielle Rubrik mit Stellenangeboten haben.
Sie können auch im Internet nachschauen: El Mundo El país cultural El país digital ABC Electrónico La Razón El Periódico Galicia Nova El Europeo La Estrella Digital “Sur in English” Kiosk im Internet nationale und internationale Presse

Vier große Radiostationen mit konventionellen Inhalten senden in allen Provinzen Spaniens: RNE, SER, COPE und ONDA CERO. Außerdem gibt es eine hohe Zahl an Sendern mit lokalem oder regionalem Charakter, in denen Sendungen zur Arbeitsuche ausgestrahlt und Stellenangebote verbreitet werden.

Im in Spanien geltenden Fernsehmodell existieren öffentlich-rechtliche und private Sender nebeneinander. Unter ersteren befinden sich Televisión Española ("Spanisches Fernsehen") mit zwei Sendekanälen, sowie die unter Verwaltung der Autonomen Regionen stehenden Fernsehstationen. Beispiele für letztere sind Telemadrid, ETB im Baskenland, TV3 in Katalonien, TVG in Galizien, Canal 9 in der Autonomen Region Valencia und Canal Sur in Andalusien. Die privaten Fernsehstationen mit überregionalem Sendeempfang sind Antena 3, Tele 5 und Canal Plus. Eine bekannte Sendung ist "Aquí hay trabajo" ("Hier gibt es Arbeit"), die von Montag bis Freitag um 9:30 Uhr in TV2 ausgestrahlt wird:
http://www.rtve.es/tve/program/empleo/index.html

Berufsverbände und Gewerkschaften

Weitere Informationsquellen sind die Berufsverbände und Gewerkschaften, wenn Sie einer solchen angehören (in Spanien ist die Mitgliedschaft sehr niedrig). Sie können in Spanien Kontakte vermitteln und Informationen weitergeben, die für die Arbeitsuche nützlich sind.

Handelskammern
Des Weiteren sind, in Spanien wie auch in Ihrem Heimatland, die Handelskammern (Offizielle Industrie- und Handelskammer) mögliche Informationsquellen. Sie können sich mit der Spanischen Handelskammer in Ihrem Land in Verbindung setzen, oder mit dem Oberrat der Offiziellen Kammern für Industrie, Handel und Verkehr in Spanien, unter der Adresse:
Consejo Superior de las Cámaras Oficiales de Comercio Industria y Navegación de España Velázquez, 157. 28002-MADRID Tel.: 00 34 91 5906900 Fax: 00 34 91 5906908
http://www.camerdata.es
 
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